Rosacea: Behandlung durch Cremes? Was hilft wirklich?

Rosacea Creme

Rosacea – das hilft gegen Rötungen, Juckreiz & Bläschen

Ursachen, Symptome, Behandlung & Ernährung

Rosacea, wie schön das klingt. Man denkt an eine besondere Blumenart, filigran und bezaubernd. Leider handelt es sich hierbei aber um eine Hautkrankheit, die für den Betroffenen außerordentlich beschwerlich sein kann. Nachdem uns immer mehr Anfragen zu diesem Krankheitsbild erreicht haben, wollen wir Euch an dieser Stelle mit Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten versorgen. Außerdem beantworten wir Euch Fragen wie: Was hilft am besten gegen Rosacea? Was für Creme bei Rosacea? 

Rosacea: Was ist das überhaupt?

Rosacea, auch bekannt als Couperose, ist eine entzündliche Hauterkrankung mit individuell unterschiedlichem Schweregrad. Ansteckend ist sie nicht und meist auch gut behandelbar. Dafür hat sie aber andere, weniger schöne Eigenschaften. So verläuft sie z.B.:

  • chronisch
  • in Schüben und
  • unheilbar

Betroffene Areale

In den meisten Fällen tritt sie vor allem in der Gesichtsmitte (also Stirn, Nase, Wangen und Kinn) und vorwiegend bei hellhäutigen Menschen ab dem 30. Lebensjahr auf. Es gibt aber auch Formen, die auf die Augenregion beschränkt bleibt.

Umso früher die Rosacea erkannt wird, desto besser lässt sich die Erkrankung kontrollieren. Viele wissen gar nicht, dass sie betroffen sind. Doch alleine in Deutschland gibt es etwa 4 Millionen Menschen, die unter Rosacea leiden.

Wenn Du Dir unsicher bist, ob Du auch zu den Rosacea-Patienten zählst, kannst Du zur ersten Orientierung einen Rosacea Schnelltest machen oder Deinen Hautarzt befragen.

Wie entsteht Rosacea?

 So richtig wissen die Experten nicht, warum es zum Ausbruch der Krankheit kommt. Vermutlich kommen gleich mehrere Faktoren als Ursache in Frage. Dazu gehören:

  • erbliche Veranlagung
  • lokale Entzündungsreaktionen
  • eine Infektion mit der Haarbalgmilbe (Demodex Milbe)
  • Störung im angeborenen Immunsystem
  • Durchblutungsstörungen
  • Demodex-Milben

Mit Mitessern, wie bei Akne, haben die Entzündungen im Gesicht nichts zu tun. Dafür sind aber die Demodex-Milben, die eigentlich auf der Gesichtshaut aller Menschen anzutreffen sind, bei Rosacea-Patienten vermehrt angesiedelt. Sie verursachen die Entzündung der Haut.

Was sind die Auslöser?

Da die Rosacea schubweise auftritt, führen bestimmte Auslöser (Trigger) zum Ausbruch des jeweils nächsten Schubes (Flush). Manche Auslöser führen auch zu anhaltenden Rötungen, Papeln und Pusteln, je nach Empfindlichkeit des Betroffenen. Sie können körperlicher, emotionaler oder äußerlicher Natur sein. Bekannte Trigger sind z.B.:

  • lange und starke UV-Strahlung
  • Alkohol, Nikotin, Kaffee, Tee
  • Kälte und/oder Hitze (z.B. heißes Baden und Duschen)
  • scharfe Speisen
  • falsche Kosmetik-/Pflegeprodukte
  • Stress, Aufregung, starke Emotionen
  • körperliche Anstrengung/Sport
  • Reinigungslotionen mit einem pH-Wert >7
  • bestimmte Medikamente

Grundsätzlich ist alles, was einen Einfluss auf die Durchblutung haben kann, riskant für die Rosacea-Betroffenen.

  • UV-Strahlung
  • Alkohol
  • Temperaturschwankungen
  • scharfe Speisen
  • emotionale und körperliche Anstrengung
  • bestimmte Kosmetika können die Durchblutung fördern und führen bei empfindlichen Personen unweigerlich zum nächsten Schub
  • hautreizende und stark fettige Kosmetika.

Besser ist, extreme Sonneneinstrahlung, stark gewürzte Speisen und Alkohol sowie anhaltenden Stress zu meiden, sich regelmäßige Erholungsphasen zu gönnen und eine speziell auf Rosacea-Haut abgestimmte, reizfreie und fettarme Hautpflege zu benutzen (siehe unten).

Rosacea Erfahrungen

Rosacea Symptome 

Die Rosacea kann sich ganz unterschiedlich äußern. Anfangs treten vielleicht nur flüchtige Rötungen im Gesicht auf. Dann folgen charakteristisch:

  • anhaltende Rötungen
  • deutlich sichtbare Blutgefäße
  • Bläschen, Knötchen, Papeln, Pusteln
  • Lymphödeme
  • juckende, schmerzende, brennende, trockene und empfindliche Haut
  • Unverträglichkeit von Kosmetika und/oder
  • rote, trockene und juckende Augen.

Rosacea im Gesicht

Dauerhafte Gesichtsrötungen nennt man auch Gesichts-Erythem. Sie entstehen durch die Erweiterung oberflächlicher Blutgefäße, die sich nicht mehr zusammenziehen können. Die kleinen Knötchen und eitergefüllten Blässchen verteilen sich meist auf beide Gesichtshälften gleichermaßen. Selten weiten sie sich auf Brust, Hals, Dekolleté und die Kopfhaut aus (Rosacea papulopustulosa). Im schlimmsten Stadium und meist bei Männern vergrößern sich Bindegewebe und Talgdrüsen, so dass knollenartige Hautwucherungen an Nase (Kartoffelnase), Kinn, Kiefer, Stirn, Ohr und/oder Augenlid entstehen (glandulär-hyperplastische Rosacea).

Rosacea an den Augen

Sind die Augen von der Rosacea betroffen, können sich auch die Lidränder und Bindehäute entzünden und Hagelkörner an den Lidrändern auftreten (Ophthalmo-Rosacea).

Rosacea Behandlung

Heilbar ist die Rosacea leider nicht, doch bei richtiger Behandlung, guter Pflege (siehe Box: unsere Erfahrungen) und entsprechender Lebensweise können die Symptome gut kontrolliert und die Schübe reduziert werden. Als lokale Therapien sind möglich:

  • Salben, Cremes, Lotion zum Auftragen z.B. mit den Inhaltsstoffen Metronidazol (Antibiotikum, hier aber als Entzündungshemmer), Azelainsäure (reguliert den Verhornungsprozess, lindert Entzündungen), Brimonidin (zieht die Gefäße zusammen)
  • Laser-Behandlungen zur Gefäßverödung
  • photodynamische Therapien zur Zerstörung defekter Hautstrukturen
  • Operationen mit Dermabrasion oder Dermashaving

In schwereren Fällen ist auch eine systemische Therapie notwendig, die die Rosacea mit einer Antibiose bekämpft. Die Antibiotika wirken hier nicht gegen Bakterien, sondern gegen die Entzündung und das überschießende Immunsystem. Kortison nutzt man nur in Ausnahmefällen, da sich das Krankheitsbild nach dem Absetzen der Therapie verschlimmert.

Muss Rosacea behandelt werden?

Unbehandelt kann sich die Rosacea immer weiter verschlechtern und z.B. an den Augen zu schweren Sehstörungen führen. Neben den Therapien ist es ganz wichtig, dass die Betroffenen die Auslöser meiden, sanfte Pflegeprodukte nutzen und sich nicht ohne hohen Lichtschutzfaktor nach draussen begegeben.

Was sollte man bei Rosacea nicht essen?

Scharfe und heiße Speisen und Getränke erweitern die Gefäße, Fettiges und Süßes verstopfen die Poren im Gesicht. Ganz besonders Rosacea-Patienten wird empfohlen, sich mit gesunden und ausgewogenen Lebensmitteln zu ernähren. Obst und Gemüse sind immer gut, aber auch nicht uneingeschränkt und für jeden. Am besten ist, an sich selbst zu testen, wie die Haut auf die einzelnen Lebensmittel reagiert bzw. wie sich die Rosacea jeweils verändert. Allgemein ist Vorsicht geboten bei:

  • Speisen mit raffiniertem Zucker
  • Zitrusfrüchten
  • Gemüsesorten wie Tomaten, Zwiebeln, Spinat, Karotten und Auberginen
  • Rind- und Schweinefleisch, Wurstwaren
  • Gewürze wie Ingwer, Pfeffer, Senf, Chilli, Nelken und Kümmel
  • Fisch und Meeresfrüchten.

Wohltuend bei der Behandlung der Rosacea können sein:

  • Brennesselsamen
  • Methylsulfonylmethan (MSM)
  • naturreines, kaltgepresstes Basisöl aus Süßmandeln

Was ist die richtige Pflege bei Rosacea?

Die Rosacea-Haut ist sehr empfindlich und braucht unbedingt eine milde Reinigung und passende Pflegeprodukte, um die Symptome nicht noch weiter zu verstärken. Aggressive Behandlungen und schädliche Inhaltsstoffe kann sie nicht vertragen. Daher sollte:

  • die Haut nur mit lauwarmen, weichen Wasser gereinigt und hartes Wasser, schnelle und starke Temperaturwechsel gemieden
  • auf Gesichts-Peelings verzichtet
  • starke waschaktive Substanzen und ätherische Öle, wie Natriumlaurylsulfat, Menthol, Kampfer und Adstringentien umgehen
  • die Haut nicht trocken gerubbelt sondern nur sanft abgetupft und
  • ausschließlich Seifen bzw. Waschlotionen mit leicht saurem pH-Wert (< 7) genutzt werden.

In Punkto Sonne gilt:

  • direkte Sonneneinstrahlung meiden
  • Lichtschutzfaktor 50+ ist Pflicht
  • besser physikalische Sonnenblocker (mit Titandioxid oder Zinkoxid) anstelle von chemischen (siehe unseren Sonnencreme Test).

Die Pflege sollte möglichst einen hohen Wasseranteil haben (Öl-in-Wasser-Emulsion), so dass kein Fettfilm auf der Haut entsteht, der die Poren verschließen könnte.

Die Produkte müssen frei von Duft-, Farb- und kritischen Zusatzstoffen sein, die als hautreizend gelten.

Rosacea und Make-Up

Make-up ist erlaubt, solange es nicht komedogen (porenverstopfend) und mit Zusatzstoffen belastet ist. Auch sollte es sich leicht entfernen lassen, also nicht zu stark deckend sein (bestens geeignet FRESH tinted moisturiser).

Tipp: Für alle, die sich genauer informieren möchten, gibt es eine hilfreiche Patientenbroschüre von Galderma.

Was für Creme bei Rosacea? Unsere Erfahrungen

Bei Rosacea sollte man entzündungshemmende Produkte ohne Alkohol, mit viel Feuchtigkeit ohne Chemie verwenden.

Wir haben gute Erfahrungen mit den Produkten von Ringana gemacht. Alle Produkte werden frisch hergestellt und auf Konservierungsstoffe wird komplett verzichtet.

Für die Gesichtspflege empfehlen wir dir dieses Set: https://youneeq.ringana.com/produkt/fresh-skin-care-set-medium-alternative-tonic/ Es enthält eine Reinigungsmilch, ein Pflanzentonic (ohne Alkohol), Feuchtigkeitsserum und eine Gesichtscreme.

Für die Augen empfehlen wir das Eye Serum, da es gefäßstärkend ist.

Unschlagbar bei Rosacea ist FRESH ADDS repair.  Es enthält entzündungshemmende und klärende Inhaltsstoffe, die ausgleichend wirken und die hauteigene Talgproduktion regulieren. Es wird mit dem Feuchtigkeitsserum (siehe Set oben) gemischt. Ein Tropfen davon ist für das Gesichts ausreichend. 

Die Produkte enthalten zu 100% Wirkstoffe und sind deshalb sehr ergiebig. Eine geringe Menge ist ausreichend.

Das Allgemeinbild der Haut ist dadurch viel besser geworden und die Haut fühlt sich glatter an. Außerdem sind die Rötungen durch Couperose bedingt deutlich abgeklungen. Eine unsere Testerin hat angegeben, dass die Produkte die Haut sofort beruhigt haben und bei regelmäßiger Anwendung die Rötungen deutlich gemildert wurden. Pickel oder Irritationen sind nicht aufgetreten.

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